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Mehr Platz, mehr Licht und mehr Komfort

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Fachfrau Aktivierung Doris Brülhart sitzt mit einigen Bewohnern des Pflegeheims St. Martin in Tafers um einen Tisch. Viel Platz steht nicht zur Verfügung. Drei von vier Wänden im ovalen Raum sind aus Glas, an der vierten Wand stehen Kochherd, Schränke und andere Materialen von der Koch- und Bastelgruppe, die sich ebenfalls hier trifft. «Die Aktivierung braucht unbedingt mehr Platz», benennt Heimleiterin Cornelia Rappo beim Rundgang durch das Heim einen jener Bereiche, die mit dem Umbau- und Renovationsprojekt (siehe Kasten) geändert werden sollen.

Heimstube auffrischen

Unter anderem ist für die Aktivierung ein neuer grosszügiger Raum vorgesehen, der alternativ auch als Sitzungszimmer verwendet werden kann. Denn die Sitzungen finden derzeit in der sogenannten Heimstube statt, einem der einzigen grösseren Räume im Heim. Er ist Fernsehzimmer, Aufenthalts- und Vorlesezimmer und auch der Ort für Andachten und Gottesdienste, die jede Woche stattfinden. Dadurch müssen Stühle und Tische jedes Mal umgestellt werden. «Die Heimstube ist auch nicht sehr wohnlich», erklärt Cornelia Rappo. Das Mobiliar ist zusammengewürfelt und aus Platzgründen sind hier Schränke mit Material von der Aktivierung platziert.

Fenster, Licht und Heizung

Das Heim St. Martin besteht aus einem über 100 Jahre alten Gebäude–dem Haus A–und einem Anbau von 1989, dem Haus B. Im ganzen Haus A sollen die Fenster ausgetauscht werden. Auch das Lichtkonzept im ehemaligen Mädchenpensionat benötigt dringend eine Auffrischung: In manchen Gängen ist es zu dunkel und es fehlen zudem Bewegungsmelder.

Bei der Renovation des Hauses A sollen auch die Heizung erneuert und die Böden gewechselt werden, mehr Platz für die Haustechnik entstehen sowie Teile der Küche und die Sanitäranlagen ersetzt werden. Cornelia Rappo zeigt hier den Handlungsbedarf: «Die Duschen sind zwar rollstuhlgängig, die Lavabos und die Spiegel hängen aber zu hoch für jemanden, der im Rollstuhl sitzt.»

Handlungsbedarf besteht auch bei den Böden im Haus A. Sie bestehen aus dunklen Steinplatten. Die Rillen zwischen den Quadraten sind aber unpraktisch für Rollstühle oder auch, um einen Stuhl zurechtzurücken.

In Würde leben

Die grösste und wichtigste Änderung im Rahmen des 6,3-Millionen-Franken-Projekts ist die Umwandlung der heutigen sechs Zweibettzimmer zu Einzelzimmern. Für zwei Personen sind die Doppelzimmer sehr eng. Es ist für die Heimbewohner deshalb nicht möglich, beim Einzug viele persönliche Gegenstände mitzunehmen, die ihnen den Umzug erleichtern sollen. Einzig ein leichter Vorhang, der zwischen den beiden Betten gezogen werden kann, sorgt für etwas Privatsphäre.

«Wenn jemand ins Heim kommt, muss er sich an vieles gewöhnen», so Cornelia Rappo. «Für Menschen, die lange allein gelebt haben, ist es oft eine Belastung, dass sie plötzlich auf engem Raum mit einer unbekannten Person mit ganz anderen Interessen und Mödeli leben müssen.» Sie habe auch schon erlebt, dass Betagte einen Rückzieher gemacht haben, als sie hörten, dass nur Doppelzimmerbetten frei seien. «Alte Menschen sollen ihren letzten Lebensabschnitt in Würde verbringen dürfen.»

Kürzere Wege für Personal

Das Heim St. Martin beherbergt heute 48 Personen zwischen 75 und 98 Jahren. Die Anzahl Betten soll nach dem Umbau gleich bleiben. Deshalb wird der 25-jährige Anbau aufgestockt und mit einem neuen Lift versehen. Es ist vorgesehen, dass danach die beiden Gebäude als zwei Stationen geführt werden. Das bringt für das Personal eine enorme Entlastung. Bisher gibt es nur ein Stationszimmer und eine Apotheke im Haus A und auch nicht in jedem Stock Ausgussräume, so dass die Mitarbeiter täglich sehr lange Wege zurücklegen müssen. «Für die Tagesverantwortliche der Pflege ist es mit den heu- tigen Strukturen schwierig, die Übersicht zu behalten», so Cornelia Rappo. «Da der Teamgeist sehr gut ist, waren die Leute bereit, die umständliche Arbeitsweise in Kauf zu nehmen. Aber die geplante Änderung ist natürlich eine riesige Motivation für alle.»

Tag der offenen Türenim Pflegeheim St. Martin Tafers: Sa., 30. August, 10 bis 15 Uhr. Informationen zum Bauprojekt durch Verbandsvorstand und Heimleitung.

Zum Projekt

Abstimmung am 28. September

Die Bürger von Alterswil, Heitenried, St.Antoni, St.Ursen und Tafers stimmen am 28. September über den Ausbau und die Renovation des Heims St. Martin ab. Der Baukredit beträgt 6,3 Millionen Franken. Die Delegierten der fünf Gemeinden haben das Projekt an ihrer letzten Versammlung bereits einstimmig und diskussionslos genehmigt. «Wir sind uns bewusst, dass es eine grosse Belastung für die Gemeinden ist», sagt Heimleiterin Cornelia Rappo. Das Projekt sehe aber keinen Luxusumbau vor, nur das Notwendigste werde gemacht. Zugleich mit diesem Projekt steht ein zweites Bauvorhaben an: Die Demenzstation beim Heim Maggenberg in Tafers. Über den 14,5-Millionen-Franken-Kredit entscheiden alle Sensler Bürger ebenfalls am 28. September.im

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