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Mit Spielen und Apps die Medienwelt entdecken

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kürzlich sass ich im Tram. Da hörte ich plötzlich laute Musik und die Geräusche eines Computerspiels. Vielleicht ein Kind, das eingestiegen ist und sein Spiel nicht unterbrechen möchte, dachte ich bei mir. Das Geräusch kam näher. Es war ein Handy, aber kein Kind und auch kein Teenie hielt es in der Hand, nein, eine grauhaarige ältere Frau setzte sich und spielte gebannt weiter. Wir andern Passagiere schauten genauso gebannt und verblüfft die Frau an und dann uns. Ein junger Mann meinte trocken: «Eher ungewöhnlich!», und ich antwortete: «Ja, ich dachte, es kommt ein Kind.» Er brummte dann noch: «Hört wohl nicht mehr so gut.» Die Frau beendete seelenruhig ihr Spiel und steckte dann das Handy weg. Wir andern schmunzelten. Weil das Ganze nur kurz war, hat sich niemand über die laute Musik geärgert. Wir waren alle zu verblüfft.

 

 Was hat die Frau wohl gespielt?, fragte ich mich. Welches Spiel konnte sie so in Bann ziehen? Und dann kam die Frage, welches Spiel würde mich so faszinieren, dass ich die Welt um mich vergessen könnte? Und gibt es Spiele und Apps, die auch mich in ihren Bann schlagen? Ja, die gibt es. Ich beschäftige mich in letzter Zeit mit dem Thema «In die Medienwelt hineinwachsen». Dass die Kinder ihre Welt entdecken wollen, ist uns klar, und dass da auch ein vernünftiger Umgang mit modernen Medien gelernt sein will, gehört dazu. Dass die Kinder Supernachahmer sind, wissen wir auch schon länger. Wen wundert es also, dass sich auch die Kleinen schon für unser Handy, Tablet und Computer interessieren. Wie man die Dinger zum Laufen bringt, wissen schon die Kleinsten.

 

 Zum Glück gibt es tolle Apps. Ist es nicht faszinierend, dass ich mir ein Bilderbuch in ganz vielen Sprachen erzählen lassen kann? Oder noch schöner, die Mama oder der Papa spricht den Text für das Kind auf das Gerät. Oder sie machen zusammen ein eigenes Buch, mit der App von «book creator» ist das kein Problem. Da lassen sich Zeichnungen, Fotos, Texte und Tonaufnahmen kombinieren. Die Entdeckungslust der Kinder ist gross. Wieso nicht ein Tier beobachten und das Ganze auf dem Tablet festhalten. Das Kind lernt dabei, wie Medien funktionieren, und es erkennt, dass sich Wirklichkeit und mediale Darstellung unterscheiden.

Ich wünsche mir noch viele tolle neue Apps wie zum Beispiel jene von «Pierre et le Loup». Ein Ohr und Auge voll können Sie sich da nehmen: www.youtube.com/watch?v=I2uTEgqlMGo. Es gibt also pädagogisch wertvollere Spiele als diese «Jump and Runs» oder Ballerspiele. Gut beraten wird man auf der Seite www. besonderekinderapps.de.

 

 Und zu guter Letzt: Vielleicht erbarmt sich ja ein Spiele-Erfinder und macht eine App mit dem Gripen. Dann können sich Herr Maurer und seine Freunde damit ein wenig trösten.

Susi Fux-Löpfeist ausgebildete Kindergärtnerin und betreibt seit 1985 das Figurentheater Susi Fux mit einem Repertoire aus selbst erfundenen, kindernahen Mundart-Geschichten. Als Kulturschaffende ist sie in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

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