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Polizei warnt vor Mietwohnungsbetrug

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Die 22-jährige Lauriane Müller* hat es am eigenen Leib erfahren und so 1400 Franken verloren: Sie wurde Opfer von Betrügern, die im Internet verlockende Anzeigen für Mietwohnungen schalten, so die Interessenten reinlegen und Geld abkassieren. Die junge Frau wurde im Juli bei der Suche nach einem Studio in der Stadt Freiburg auf eine attraktive Wohnungsanzeige aufmerksam und nahm per Mail Kontakt mit der angegebenen Person auf. Diese habe einen sehr professionellen Eindruck auf sie gemacht, erzählt Lauriane Müller. Während dreier Wochen hätten sie per Mail Details zur Wohnungsmiete ausgetauscht. Zusammen mit ihrem Partner vereinbarte sie dann ein Rendez-vous mit dieser Frau. Dieses sollte Mitte August stattfinden.

Mit Zahlung Falle gestellt

Einen Tag vor dem Treffen wandte sich die Vermieterin per Mail an die junge Frau und erklärte ihr, dass sie nicht erscheinen könne, da sie mit Herzproblemen in einem Spital in Paris liege. Ihr Notar werde sich aber der Sache annehmen und sich telefonisch bei ihnen melden. Dieser rief sie an und schlug dem Paar einen Geldtransfer über ein Geldübermittlungsinstitut vor, da er nicht der Vermieter sei und daher kein Geld annehmen dürfe. Sie vereinbarten, dass das Paar einen Scheck sowie eine Übermittlungsbescheinigung der vereinbarten 1400 Franken zur Wohnungsbesichtigung mitbringe und der Notar den beiden dann die Schlüssel und den unterschriftsbereiten Vertrag übergeben werde. Doch der Link, um zu dieser Bescheinigung gelangen zu können, sei getürkt gewesen. So hätten die Betrüger bereits über die nötigen Informationen verfügt, um ihnen die 1400 Franken abzuzweigen, ohne dass sie das Einverständnis für den Scheck gegeben hätten, so Müller.

Nie aufgetaucht

Dass sie Opfer eines Betrugs geworden waren, wurde ihr und ihrem Freund aber erst bewusst, als der Notar nicht zum vereinbarten Termin erschien. «Er rief uns mehrmals an und beteuerte, er sei in fünf Minuten da, tauchte aber nie auf.» In der Folge reichten die beiden eine Strafanzeige gegen Unbekannt ein.

Wie Lauriane Müller erging es in letzter Zeit vielen Personen, die in Freiburg oder Bulle nach einer Wohnung suchen. Wie die Kantonspolizei gestern mitteilte, wimmelt es zurzeit im Internet von solchen betrügerischen Anzeigen. «Das Zielpublikum sind Studenten, die last minute eine Wohnung suchen», sagt Polizei-Mediensprecher Gallus Risse. Der Polizei sind fünf Fälle bekannt, bei denen Geld geflossen ist. Der höchste Betrag lag bei 4000 Franken, der tiefste bei 800.

* Name von der Redaktion geändert

Prävention: Wie erkennt man einen Betrug?

D ie Kantonspolizei Freiburg warnt alle, die auf Wohnungssuche sind, vor betrügerischen Anzeigen im Internet. Diese hätten auf den offiziellen Umzugstermin vom 1. Oktober wieder zugenommen. «Es gab aber bereits im Mai eine Serie sowie im Sommer einzelne Fälle», sagt Gallus Risse, Chef Kommunikation und Prävention der Polizei. Die Betrüger verbreiten verlockende Anzeigen mit tiefen Mietpreisen und verwenden dazu Fotos von vorhandenen Anzeigen richtiger Immobilienbüros. Sie nehmen mit den Interessenten meist per Mail Kontakt auf und liefern den Vorwand, dass sie die Schweiz verlassen, ihr Kind das Studium beendet hat oder ein anderes Argument, um die tiefe Miete zu rechtfertigen.

Besonders wenn die Zahlung über ein Geldübermittlungsinstitut erfolgen soll, der Vermieter im Ausland wohnhaft oder nicht eindeutig identifizierbar ist, sei Vorsicht geboten. Die Polizei konnte noch keine Täterschaft identifizieren. «Es ist extrem schwierig, den Betrügern auf die Schliche zu kommen», so Risse. Er nimmt an, dass diese aus dem Ausland stammen, da nicht alle Inserate fehlerlos seien. ak

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