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Strasse in den Plasselbschlund wird saniert

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Schon seit zehn Jahren ist die Sanierung der Basisstrasse für die Erschliessung des Plasselbschlunds Thema bei der Mehrzweckgenossenschaft (MZG) Ärgera-Höllbach. Ein erstes Projekt scheiterte daran, dass die Steinbrüche Tatüren sich nicht mit einem Spezialbeitrag an den Kosten beteiligen wollten. Später legte der Vorstand das Projekt auf Eis, um sich auf den Bau der Erschliessungsstrasse Torryboden–Fillistorfena–La Berra zu konzentrieren. Als dieser 2008 beendet war, nahm er neue Verhandlungen auf.

An der Generalversammlung der MZG vom Mittwoch in Plasselb konnte Präsident René Bapst nun von einem Verhandlungserfolg berichten. Die Sanierung der 4,6 Kilometer langen Strasse von der Roggelibrücke bis zum Torryboden kostet 1,436 Millionen Franken. Die Steinbruch-Firma zahlt einen einmaligen Betrag von 170 000 Franken. Hinzu kommen Subventionen von 724 000 Franken, ein Investitionskredit und Beiträge vom Kanton (Staatswald) und von der Gemeinde Plasselb. Am Ende verbleiben für die Eigentümer noch Kosten von 372 000 Franken. Diese können über den Unterhaltsfonds finanziert werden, ohne dass die jährlichen Beiträge erhöht werden müssen.

 Drei Wochen gesperrt

Die Strasse wird ab diesem Sommer in vier Etappen saniert. Pro Abschnitt sind verschiedene Massnahmen nötig, wie Raphael Richter vom Forstingenieurbüro «pbplan» in Plaffeien ausführte. Am meisten Eingriffe sind im Bereich Roggelibrücke bis zur Abzweigung Tatüren notwendig. Dort soll die Tragfähigkeit der Strassenkofferung verstärkt werden. Eine sogenannte Trägerbohlwand aus Stahl soll die Strasse zudem vor dem Abrutschen sichern.

Um diese Arbeiten auszuführen, muss die Strasse für rund drei Wochen gesperrt werden, voraussichtlich zwischen dem 4. und dem 24. August. Während dieser Zeit müssen die Anstösser den Umweg via Falli Hölli nehmen – die neue Höllbachbrücke soll ab 5. Juli befahrbar sein. Wie genau die Ausnahmebewilligung für die Benutzung dieser an sich gesperrten Strasse geregelt wird, ist gemäss René Bapst noch in Abklärung.

Umweg zumutbar

 Die Sperrung passte einigen nicht. «Eine Zumutung, mitten in der Hauptzeit für die Viehbewirtschaftung», kommentierte ein Alpbesitzer. Eine Buvettenbesitzerin befürchtete Einbussen und ein Hirt kritisierte, dass auch die letzten Touristen von den Alpen ferngehalten würden. Raphael Richter führte aus, dass die Bauarbeiten nicht zu spät in Angriff genommen werden könnten, um vor dem Winter fertig zu sein. Im September habe man die Strasse für den Abtransport der Tiere freihalten wollen. Vorstandsmitglied Anton Rüffieux rief dazu auf, die kurze Sperrung hinzunehmen, der Umweg sei zumutbar. Möglich sei auch, so René Bapst, dass die Arbeiten gar nicht volle drei Wochen dauerten. Eine Umfahrung parallel zur Strasse wäre zwar machbar, aber teuer, antwortete Raphael Richter auf eine Frage. Der Kredit wurde einstimmig mit 40 Ja-Stimmen angenommen.

Vandalen an der Barriere

Die Barriere im Torryboden an der 2008 fertiggestellten Strasse Fillistorfena–La Berra ist schon mehrfach durch Vandalenakte demoliert worden, der Schaden beträgt 8500 Franken. Die Genossenschaft hat bereits vier Klagen gegen unbekannt eingereicht. René Bapst nimmt an, dass die Barriere beschädigt wird, weil einige Leute nicht mit der Sperrung der Strasse einverstanden sind. Der Vorstand hat nach einer Intervention an der letzten Versammlung einen neuen Kostenverteiler ab dem 1. Januar 2015 beschlossen. Die Instandstellung soll nicht mehr über das Konto allgemeiner Unterhalt finanziert werden, sondern aufgeteilt nach der Anzahl der Schlüssel für die Barriere. Heute sind 78 Schlüssel im Umlauf. Es soll auch eine Namensliste geführt werden. Der Vorstand erhofft sich davon, dass die Benutzer mehr Verantwortung übernehmen und die Schäden verringert werden. Ob Videokameras installiert werden könnten, sei in Abklärung, sagte Bapst.

Die Versammlung überwies auch einen Antrag eines Genossenschafters: Der Vorstand solle prüfen, im Plasselbschlund eine Parkplatzbewirtschaftung einzuführen. So sollen die Nutzer dieses Naherholungsgebietes einen Anteil am Unterhalt der Infrastruktur leisten.

René Bapst: Applaus für einen Schaffer

R ené Bapst hat sich 40 Jahre für das Gebiet Plasselbschlund engagiert. Noch bevor die MZG Ärgera-Höllbach vor 23 Jahren gegründet wurde, war er in den Vorgänger-Organisationen tätig, wie etwa in der «Verbauungskommission Ärgera und Zuflüsse». Der frühere Ammann von Plasselb kennt das Gebiet wie seine Westentasche, obwohl er selbst keinen Quadratmeter Land im Tal besitzt. «Es war sicher nicht immer einfach», sagte Vorstandsmitglied Anton Egger in der Würdigung. Er bezeichnete René Bapst als umsichtigen, geduldigen und lösungsorientieren Schaffer. Er zitierte dabei auch alt Kantonsoberförster Anton Brülhart, der René Bapst als Schlüsselperson bei der Umsetzung des Projekts Integrale Berglandsanierung vor über 20 Jahren bezeichnete.

Der Falli-Hölli-Rutsch im Jahr 1994, Unwetter wie jenes vom 30. Juli 2008, Strassenbauten wie das 2,2-Millionen-Franken-Projekt Fillistorfena, Verhandlungen mit Pro Natura, Waldbewirtschaftung in schwierigem Terrain – vieles hat René Bapst angepackt und für manches Problem Lösungen gefunden. Mit einem kräftigen Applaus dankten ihm die Genossenschafter für sein Engagement.

Zum neuen Präsidenten wählte die Versammlung Anton Rüffieux. Er ist seit 2001 im Vorstand, Viehinspektor, Besitzer einer Alp und Pächter der Baretta. «Ich verspreche, alles zu versuchen, um eine Lösung für eure Probleme und Sorgen zu finden», sagt er nach der Wahl.

Weiter wurde Sebastian Ruffieux neu in den Vorstand gewählt. Als Vertreter der Gemeinde Plasselb arbeitet neu Roger Philipona mit, und Vertreter von La Roche, Cerniat und Charmey ist Paul Jaggi. im

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