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TPF verdichten Fahrplan und führen neue Bahn- und Buslinien ein

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Die TPF trotzten Corona und geben Vollgas. Der Fahrplan 2022 des öffentlichen Verkehrs im Kanton Freiburg sieht verschiedene Neuerungen vor, vor allem im Sensebezirk.

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) starten am 12. Dezember, frühmorgens um 5 Uhr, in die nächste Fahrplansaison. Das Angebot auf den Bus- und Bahnlinien nimmt um rund 11 Prozent zu, erklärte TPF-Direktor Serge Collaud am Freitag vor den Medien. Die TPF verdichten den Takt verschiedener Strecken und bauen gezielt Kurse aus, namentlich am Wochenende und zu den Pendlerzeiten am Morgen und Abend. 

Den grössten Nutzen haben der untere Sensebezirk und das Regionalzentrum Düdingen vom Ausbau. Düdingen wird zum Knotenpunkt. Zusätzlich zum Regioexpress-Halt auf der Strecke Bulle–Bern wird die RE-Linie Bulle–Freiburg verlängert, sodass Düdingen einen Viertelstundentakt sowie eine Direktverbindung in den Greyerzbezirk erhält. Es gibt neue Kurse von Düdingen nach Plaffeien unter der Woche und am Wochenende weiter nach Schwarzsee, und ebenfalls am Wochenende gibt es vier zusätzliche Kurse von Freiburg über Tafers nach Schwarzsee. «Schwarzsee ist ein wichtiges Ziel für den Freizeit- und Tourismusverkehr», betonte Collaud.

Die Agglo führt in Düdingen zwei neue Ortsbuslinien ein, die Linie 12 Warpel–Bahnhof–Gantrischweg mit einem Takt von bis zu 15 Minuten zu Spitzenzeiten sowie die stündliche Linie 13 Bahnhof–Leimacker. So würden die TPF gute Verbindungen zum Bahnhof und von dort nach Bern und Freiburg gewährleisten, so Collaud.

Vieles neu in der Agglo

Die Agglo hat bei den TPF einige neue Leistungen bestellt. Für die Rundstrecke in die Altstadt und in die Au (Linie 4) haben die TPF vier Elektrobusse bestellt – plus einen als Reserve. Die Busse der Marke Solaris werden nur auf dieser Strecke eingesetzt. Sie haben eine Schnellladefunktion. Nach einer Runde parkiert der Chauffeur auf einem Spezialstandplatz und fährt einen Stromabnehmer auf dem Dach hoch. In zehn Minuten sind die Batterien aufgeladen. Die Reserven reichen lange, sagte Collaud, selbst wenn der Bus einmal im innerstädtischen Stau stecken bleiben sollte. Weitere Elektrobusse sind vorerst nicht vorgesehen.

Die Stadtlinie 6 (Musy–Guintzet) erhält abends einen Viertelstundentakt. Die Linie 7, die bisher zwischen Villa Beausite und Bahnhof fährt, wird bis nach Moncor verlängert, dies im Viertelstundentakt. Auch die Linie 8 aus Corminboeuf wird verlängert: Sie ersetzt den Shuttle ins Marly Innovation Center. Die Linie 9 Richtung Charmettes erhält zusätzliche Haltestellen im Raum Pérolles. 

Hurra für die Nachtschwärmer

Auch für Nachtschwärmer gibt es freudige Nachrichten. Allen voran: kein Zuschlag mehr auf den Nachtlinien; die 5 Franken kann man sich sparen. Ausserdem fährt der Nachtbus der Linie 17 zwischen Freiburg, Düdingen und Bern neu drei Mal. Die neue Moonliner-Linie M22 bedient von Bern aus in der Nacht Teile des Seebezirks und Ins.

Neuer Bahnhof Bulle

Eine Sonderrolle spielt die bisherige SBB-Linie Romont–Freiburg. Die TPF übernehmen sie, erhalten dafür elf Domino-Kompositionen von den Bundesbahnen und hängen die bisherige Linie S40 an die alte Achse Freiburg–Murten–Ins–Neuenburg an. Somit entsteht eine Direktverbindung von Romont bis Neuenburg. 

Ausserdem nehmen die TPF schrittweise den neuen Bahnhof Bulle in Betrieb, mit dem Fahrplanwechsel die neue Unterführung und die neuen Perrons 2 und 3. Dann werden bis Ende 2022 neue Bereiche eröffnet. Der Busbahnhof wird verschoben, bis dahin halten die Busse an provisorischen Stopps.

Die TPF sperren zudem die Strecke Bulle–Montbovon für Bauarbeiten im ersten Halbjahr 2022. Es gibt einen Busersatz. Derweil wird der Bahnhof Greyerz samt Gleisanlagen neu gebaut. Der Zug von Bulle nach Palézieux hält ab dem Sommer wieder in La Verrerie bei Semsales.

In den Genuss von Takterhöhungen, Wochenendkursen und besseren Anbindungen kommen mehrere Linien in den Südbezirken und der Broye sowie auf der Linie 545 von Freiburg über Misery nach Courtepin.

Viele Neuerungen treten erst im Juni oder nach den Sommerferien in Kraft. Der Bund zahlt den TPF bis 2024 total 400 Millionen Franken für den Unterhalt und die Entwicklung des Bahnnetzes. 

Zwischenbilanz

Keine einfachen Jahre für die TPF

TPF-Direktor Serge Collaud schätzt, dass das Passagieraufkommen 2021 mit 29 Millionen um 15 Prozent unter dem Wert von 2019 liegt, als es noch 34 Millionen waren. Immerhin beträgt die Zunahme gegenüber dem Corona-Jahr 2020 rund 15 Prozent. Das Corona-bedingte Minus nimmt zwar ab, aber auch für 2022 erwartet Collaud ein Minus. Sorgen bereitet den TPF der Verkehr in der Agglomeration. Dieser habe wegen neuer Arbeitsformen insbesondere bei grossen Unternehmen und der Bundesverwaltung abgenommen. Der Regionalverkehr habe die Verluste aber teilweise auffangen können. «Wir können langsam wieder Boden gutmachen», so Collaud. «Wir wissen nicht, wie es mit der Pandemie weitergeht. Es ist umso wichtiger, dass der Staat in den öffentlichen Verkehr vertraut und investiert.» Den Verlust muss die öffentliche Hand decken. fca

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