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Von der lebenslangen Suche nach dem grossen Glück

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Das Streben nach Glück ist in der amerikanischen Verfassung verankert. Die Gedanken der Selbstbestimmung und der Machbarkeit gehören bis heute zum Selbstverständnis ei- nes jeden Bürgers in den Vereinigten Staaten. Michael Davenport, die Hauptfigur des Romans «Eine Strahlende Zukunft» von Richard Yates (siehe auch Kasten), bemüht sich ein Leben lang um dieses Gut, auf das doch jeder ein Anrecht hat.

Der Krieg als Illusionszerstörer

Richard Yates skizziert mit der ihm ganz eigenen Art das Leben dieses Mannes und seines Umfeldes. Michael Davenport gehört als Schütze der Air-Force–Fly Boys werden sie genannt–zu den Privilegierten unter den amerikanischen Armeeangehörigen. Gerade 23 Jahre alt, ist er beim Einsatz in Europa gegen Ende des Zweiten Weltkrieges sehr schnell erwachsen geworden. Um ein paar Illusionen ärmer, misstraut der junge Mann jeglicher Mystifizierung des Krieges.

Verliebt, verlobt und verheiratet

Zurück im Zivilleben geht Michael Davenport nach Harvard, um Literatur zu studieren. Dort studiert auch Lucy Blaine. Irgendwie passt alles: ihre Grösse, ihr Alter, sie ist hübsch, aber nicht zu hübsch. Dass Lucy in sehr wohlhabenden Verhältnissen aufgewachsen ist, wird beim ersten Besuch der Eltern klar. Diese Tatsache verhindert nicht, dass die beiden sich verloben und heiraten. Michael besteht aber darauf, dass Lucys Vermögen nie angerührt wird.

Nun folgen Jahre als junge Familie. Dem Paar wird eine Tochter geboren, es werden Freundschaften geschlossen, man lädt sich gegenseitig zu Partys ein. Michael arbeitet an Gedichtbänden und wartet auf den grossen Erfolg. Das Leben könnte wunderbar sein.

Ideale gehen den Bach runter

Nicht bei diesem Autor. Richard Yates beschreibt grandios das Scheitern in allen Facetten. Ehekrisen, Alkoholexzesse und psychische Abstürze verhindern eine strahlende Zukunft. Glasklar analysiert der Autor die Welt seiner Protagonisten, deren Ideale den Bach runtergehen.

«Eine strahlende Zukunft» ist der neu ins Deutsche übersetzte Roman des grossarti- gen, für lange Zeit verkannten Autors Richard Yates. Er vermag zu fesseln. Der Autor schreibt unaufgeregt, aber erbarmungslos, dennoch im- mer mit grosser Empathie für seine Geschöpfe. Richard Yates weiss, wovon er schreibt, er kennt das Scheitern des American Dream aus eigener Erfahrung. Die Originalausgabe von «Eine strahlende Zukunft» erschien bereits 1984. Sie hat nichts an Aktualität eingebüsst.

Richard Yates:«Eine strahlende Zukunft»; Roman, Deutsche Verlagsanstalt.

Silvia Häcki-Eggimann ist Erwachsenenbildnerin.

Zur Person

Anerkennung kam erst nach dem Tod

Richard Yates wurde 1926 in Yonkers, New York, geboren und lebte bis zu seinem Tod 1992 in Kalifornien. Obwohl seine Bücher zu Lebzeiten keine grosse Beachtung fanden, gehören sie heute zu den wichtigsten Werken der amerikanischen Literatur.she

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