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Belle-Epoque-Gebäude soll nicht abgerissen werden

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Der scheidende Oberamtmann des Saanebezirks hat die Abbruchbewilligung für das Belle-Epoque-Gebäude an der Beauregard-Allee 8 zurückgezogen.

Das Gebäude aus der Belle Epoque an der Beauregard-Allee 8 soll nun doch nicht geplanten Hochhäusern weichen müssen. Dies hat der Oberamtmann des Saanebezirks, Carl-Alex Ridoré, am 29. Dezember, kurz vor seinem Amtsende, entschieden. Er hat die entsprechende Abbruch- und Baugenehmigung zurückgezogen. Er begründet die Entscheidung einerseits damit, dass der revidierte Ortsplan der Stadt Freiburg das Haus Nummer 8 fortan schützen wolle. Andrerseits argumentiert er, dass der Detailbebauungsplan dem Umstand hätte Rechnung tragen müssen, dass der Standort im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder aufgeführt sei.

Mit diesem Urteil revidiert der Oberamtmann seine eigene Entscheidung vom März 2018. Damals hatte er das Abbruch- und Baugesuch der Freiburger Immobilienfirmen Coralu AG und Kleros Properties AG noch genehmigt. Dagegen reichte der Heimat- und Denkmalschutzverein Pro Freiburg Beschwerde beim Kantonsgericht ein. Dieses kritisierte, dass die Stadt bei der Erarbeitung des Detailbebauungsplans das kantonale Kulturgüteramt hätte kontaktieren müssen. Zudem hielt das Kantonsgericht fest, dass die kantonale Bau- und Raumplanungsdirektion überhaupt nicht auf die Interessen des Denkmalschutzes eingegangen sei, als sie den Detailbebauungsplan 2015 bewilligt habe. Damit habe sie sowohl gegen den kantonalen Richtplan als auch gegen das kantonale Raumplanungs- und Baugesetz verstossen.

Rekurs ans Kantonsgericht?

Gegen eine Neubeurteilung durch das Oberamt wehrten sich die Grundstückeigentümer Coralu und Kleros sodann vor Bundesgericht, verloren aber. Das oberste Gericht schrieb in seinem Urteil vom März 2019, dass die Rückweisung durch das Kantonsgericht kein Entscheid für oder gegen das Projekt sei und alle möglichen Ergebnisse offen lasse. Die Immobilienfirmen könnten später immer noch den neuen Entscheid des Oberamtmanns anfechten, zuerst beim Kantons- und dann beim Bundesgericht.

Ob sie dies tun werden, ist offen. Sie waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Überarbeitung wäre nötig

Das Projekt der Immobilienfirmen Coralu und Kleros sah den Bau eines Hochhauskomplexes mit Tiefgarage auf den Parzellen Beauregard-Allee 6 und 8 sowie Richemond-Weg 5 vor. Wie der scheidende Oberamtmann Carl-Alex Ridoré auf Anfrage sagte, müssten die Bauherren das Projekt neu aufgleisen, wenn es beim Abriss- und Neubauverbot bliebe und sie weiterhin bauen wollten. Denn klar sei, dass ein Neubauprojekt dann das Haus Nummer 8 nicht mehr umfassen dürfte. «Das hätte Auswirkungen auf verschiedene bauliche Aspekte, etwa die Anzahl Parkplätze.»

Reaktion

Denkmalschützer erfreut

Martine Nida-Rümelin, Mitinitiantin zweier Petitionen, die allgemein einen bessern Schutz von Häusern aus dem 19. und 20. Jahrhundert und konkret den Schutz der Häuser an der Beauregard-Allee 6 und 8 sowie des Hauses am Richemond-Weg 5 gefordert hatten, zeigt sich erfreut über die Entscheidung des Oberamtmanns. «Das ist wunderbar», sagte sie den FN. «Sofern es dabei bleibt, zeigt die Entscheidung, dass es sich auch in fast schon aussichtslosen Fällen lohnen kann, gemeinsam für die Lebensqualität in der eigenen Stadt zu kämpfen.»

Jean-Luc Rime, Präsident von Pro Fribourg, schliesst sich dem an. «Wir sind sehr froh.» Allerdings frage er sich, warum der Oberamtmann das Urteil erst am Ende seiner Amtszeit gefällt habe. «Es ist nicht normal, dass ein so einfaches Dossier so viel Zeit beansprucht.» Dies sei auch deshalb problematisch, weil die Eigentümer schon lange nicht mehr in das Gebäude investiert hätten. «Das Haus ist ein einem sehr schlechten Zustand.» Mehrere Vorstösse von Pro Fribourg bei der Stadt Freiburg, die Eigentümer an ihre Unterhaltspflichten zu erinnern, seinen bisher ins Leere gelaufen. «Jetzt muss das Haus dringend renoviert werden, damit endlich neue Mieterinnen und Mieter einziehen können.» Abgesehen von einigen wenigen Bewohnerinnen und Bewohnern, die im Haus geblieben sind, steht dieses aktuell grösstenteils leer. rsa


 

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