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HFR weist Testwillige ohne Symptome und ohne Anmeldung zurück

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Die Covid-19-Ansteckungen nehmen zu, und die Testzentren sind überlastet. In Freiburg führt das HFR die Analysen der Proben durch. Aufgrund der Arbeitslast testet es ab sofort vornehmlich Menschen mit Symptomen.

«Wenn das so weitergeht, halten wir nicht mehr lange durch», sagt Jean-Luc Magnin, Leiter des HFR-Labors. «Wir tun unser Bestes, aber die Arbeit ist mehr, als wir zu leisten vermögen.» Auf Nachfrage schätzt er, dass sein Team so noch Schnauf für einige Tage, höchstens Wochen hat, «der höchste Punkt der Ansteckungen muss also bis Ende Januar kommen.»

Ohne Anmeldung und Symptome kein Test

Die Zahl der Coronatests im HFR-Labor hat sich über die Feiertage von rund 600 auf 1200 pro Tag verdoppelt. Doch mehr ist auf die Dauer nicht möglich. Das HFR zieht nun die Notbremse. Gemäss den Vorgaben des Bundes wird das Testzentrum in Granges-Paccot deshalb vornehmlich Menschen mit Symptomen testen, und zwar auf Anmeldung. Für sie sind rund 60 Prozent der täglichen Kapazitäten reserviert, 750 Plätze. Sie erhalten innert maximal 24 Stunden einen Termin, so der Plan. Für symptomatische Menschen, die ohne Anmeldung kommen, ist ein Viertel der Tests reserviert, allerdings ohne Garantie für einen PCR-Test.

Und nur wenn dann noch Plätze übrig sind, kommen jene dran, die keine Symptome zeigen. 150 Personen pro Tag ist das Maximum. «Wir behalten uns aber das Recht vor, die Zahl auf null zu reduzieren.» Am Freitagmorgen waren für den Samstag noch 25 Plätze frei. 

Wer sich ohne Anmeldung testen lassen will, wird ohnehin zurückgewiesen. «Wir hoffen, dass die Leute von sich aus aufs Kommen verzichten», so Magnin. Er rät Nichtsymptomatischen dringend, Hausärzte oder Apotheken aufzusuchen, die oft mit den grossen privaten Labors zusammenarbeiten. 

Omikron hat alles auf den Kopf gestellt

Die explosionsartige Verbreitung der Omikron-Variante traf das Land  um die Weihnachtszeit. Innert weniger Tage vervielfachte sich die Zahl jener, die getestet werden wollten. Während jene mit Symptomen zuvor etwa die Hälfte der Testwilligen stellten, sind es heute 90 Prozent und mehr. Und die Zahl der positiv Getesteten nimmt scheinbar unaufhaltsam zu. Jeder und jede zweite Getestete ist positiv. 

Magnins Team arbeitet bis zu 14 Stunden, ohne Aussicht auf Ruhe oder Kompensation. Bis 5 Uhr werde ausgewertet, um 7 Uhr gehe es wieder los. Mitarbeitende, die am 31. Dezember in den Ruhestand getreten waren, standen am 1. Januar wieder im Labor. Etwas Luft gibt eine Zusammenarbeit mit einem Labor in Bern, das in der Nacht einige Hundert Proben analysieren kann.

Die Anzahl Analysen pro Tag ist auf etwa 1200 beschränkt.
Charly Rappo

Gewusel im Nebengebäude

Seit Weihnachten steht das Labor unter Strom. In einem Nebengebäude des Kantonsspitals geht es seither zu wie in einem Bienenhaus. Alle zwei Stunden kommen Kisten mit Proberöhrchen aus dem Testzentrum ins Labor, werden ausgepackt, eingelesen und dann in die Maschine gelegt. Dann wird die getestete Person über das Ergebnis informiert. Den Flaschenhals bilden also die Vorbereitung der Proben und die Kapazität der Maschine, die sie auswertet. Magnin gibt zu bedenken, dass sein Team ja nicht nur Corona-Proben auf dem Tisch habe. Das normale Spitalleben mit den damit verbundenen Tests gehe weiter. 

In dieser Maschine werden die Corona-Tests ausgewertet.
Charly Rappo

Bald am Ende der Optionen

Stéphane Brand, der für das HFR die Tests koordiniert, ist konsterniert. Omikron habe ihre Pläne über den Haufen geworfen. Prognosen seien kaum möglich. Die Möglichkeiten, neue Fachkräfte anzustellen, seien nach einzelnen Erfolgen versiegt. So hätten sie letzten Herbst ein Stelleninserat aufgegeben. Rücklauf gleich null.

Er fasst zusammen: «Für uns stehen die kranken Menschen im Fokus. Wir müssen sie entdecken und wenn nötig pflegen.» Zweite Priorität hätten die Angestellten in der Pflege. Die Triage ermögliche, sich auf diese Kreise zu konzentrieren. Menschen, die sich für ihre Freizeit testen lassen wollten, müssten hintanstehen. Ansonsten jedoch gingen ihnen langsam die Optionen aus.

Analyse von Proben

Die Technik hilft beim Testen

Das Schlüsselelement und zugleich der Engpass für die Tests ist eine Maschine. Sie wurde im Frühling 2021 – mit einem Jahr Lieferfrist – angeschafft und arbeitet auf Hochtouren. Das Gerät kann weitgehend automatisch alle 90 Minuten 96 Proben verarbeiten, im Idealfall gegen 900 Proben am Tag. Für symptomatische Angestellte des Spitals und Kranke bietet sich die Möglichkeit von Schnelltests mit Maschinen, die 100 bis maximal 150 Tests pro Tag durchführen. fca

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