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Spital Tafers: zu viel Politik gefährdet unsere Gesundheit 

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Politikerinnen und Politiker sollten aufhören, vor den Wahlen Dinge zu versprechen, die sie selbst mit noch mehr Geld ihrer Wähler nicht halten können, empfiehlt Felix Schneuwly im FN-Gesundheitsblog.

Wie in der Medizin ist auch in der Gesundheitspolitik weniger oft mehr. Geschockt, aber nicht überrascht zeigen sich die Sensler Grossräte und Grossrätinnen über das Hin und Her des HFR-Verwaltungsrats mit dem Standort Tafers. Die Sorge um das Wohl der Bevölkerung ist Heuchelei und trägt rein gar nichts zur medizinischen Versorgungssicherheit bei. Im Gegenteil, wer kurzsichtig notwendige Entwicklungen bremst, um wieder gewählt zu werden, gefährdet langfristig die Gesundheit seiner Wähler.

Das Theater um die Zukunft der Regionalspitäler erinnert mich an das Lädelisterben, als ich jung war. Die Leute beklagten sich über jeden Dorfladen, der zumachte. Sie ignorierten aber, dass ihr eigenes Einkaufsverhalten die Ursache des Lädelisterbens war. Sie gingen für Grosseinkäufe in Einkaufszentren und holten bloss noch das im Laden in der Nähe, was sie beim Grosseinkauf vergassen oder nicht bekamen.

So ist es jetzt auch bei den Regionalspitälern. Die Leute gehen gegen Schliessungen oder Teilschliessungen ihres Spitals in der Nähe auf die Barrikaden. Die Politiker auch, denn sie tun das, was ihre Wähler wollen. Sind die Wähler aber ernsthaft krank, gehen sie lieber nicht ins nahe Regionalspital, die privatversicherten Politiker sowieso. Die Patienten im welschen Kantonsteil gehen nach Lausanne, die Deutschfreiburger nach Bern. Und die Politiker, die gewählt oder wiedergewählt werden wollen haben nicht den Mut, ihre Wähler auf diesen Widerspruch aufmerksam zu machen.

Gravierender als die widersprüchlichen Erwartungen der Wähler und Gewählten ist aber der Personalmangel in den Regionalspitälern. Jedes von Politikern an den Patientenbedürfnissen vorbei geführte Spital, kommt früher oder später auch dann in ernsthafte in Schwierigkeiten, wenn die finanziellen Löcher grosszügig mit dem Geld der Wähler gestopft werden. Das ist auch beim HFR das Problem, auch wenn Staats- und Grossräte das Gegenteil behaupten. Ein Spital, das nicht weiss, was in den nächsten Jahren angeboten wird, verliert wie jede Firma, die das nicht weiss, die besten Mitarbeitenden. Wenn die besten Leute gehen, werden auch die Leistungen schlechter und die Misere nimmt ihren Lauf.

Also, liebe Politiker, hört auf, euren Wählern vor den Wahlen Dinge zu versprechen, die ihr selbst mit noch mehr Geld von euren Wählern nicht halten könnt. Schenkt ihnen klaren Wein ein. Klarer Wein in der Gesundheitspolitik heisst auf kantonaler Ebene: Versorgungsziele definieren und einen Plan für die Versorgungssicherheit erstellen. Und seit der Coronapandemie wissen wir, dass die besten Pläne nichts nützen, wenn sie nicht vor der Krise umgesetzt werden.

Sind diese beiden Arbeiten gemacht, werden im lukrativen Gesundheitsmarkt genug private Anbieter die Angebote zur Verfügung stellen, die es braucht, um die Versorgungsziele zu erreichen. Und private Anbieter werden die Standorte dort wählen, wo sie für die Patienten am bequemsten erreichbar sind. Sollte das in einzelnen Bereichen nicht der Fall sein, soll der Staat die Versorgungssicherheit mit Direktzahlungen an private Anbieter – wie bei der Landwirtschaft – oder mit eigenen Angeboten sicherstellen.

Kommentar (1)

  • 05.06.2021-Cornelia Ehrbar

    Dass sich die Politik überall einmischt ist eine Entwicklung die ich schon seit längerer Zeit beobachte. So kommt es, dass Regierungen immer grösser werden und die Selbstbestimmung der Bevölkerung untergräbt.

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